Gartenmöbel: Welche Holzarten empfohlen?

Welche Holzart eignet sich am besten für Gartenmöbel?

Für Gartenmöbel gibt es nicht die eine beste Holzart, wohl aber Empfehlungen. Jedes Holz weist Vor- und Nachteile auf, die je nach Anforderungen individuell zu bewerten sind.

Hier eine Auswahl an Fragen zur Klärung der individuellen Anforderungen:

Standort überdacht oder unter freiem Himmel?

Ganzjährig im Freien oder über Winter eingelagert?

Präferenzen bei der Holzfarbe?

Haltbarkeit und Pflegebedarf für das Holz?

Preis für die Bank eher günstig, mittelmäßig oder teuer?

Lokales Holz oder aus Übersee?

Verschiedene Holzarten im Vergleich

Soll das Gartenbank Modell ganzjährig im Freien stehen, muss das Holz besonderns wetterfest sein. Überlegungen zur Wahl des Standort sind daher ein wichtiges Kriterium für die Kaufentscheidung.

Je nach Standort ist die Holzbank Sonne, Regen, Eis und Wind mehr oder weniger ausgesetzt. Bevor Sie eine Gartenbank kaufen, folgend eine Beschreibung der im Handel gängigsten Holzarten.

Teak

teakholz gartenbank geschwungene Lehne auf SteinbodenGartenbänke aus Teakholz sind die beste Wahl für die Sitzbank. Das edle Hartholz ist sehr witterungsbeständig. Teak hat überdies hervorragende Eigenschaften für den Außeneinsatz. Es kommt aus Südostasien und gehört zu den Lippenblütern. Mit einem natürlichen Eigenschutz und extrem hoher Witterungsbeständigkeit eignet es sich zum ganzjährigen Verbleib im Freien.

Durch die hohe Ölkonzentration weist Teak auch eine große Widerstandfähigkeit gegen Schädlinge auf und hält außerdem auch starker UV-Bestrahlung ohne weiteres stand. Eine Behandlung des Teakholz ist nicht zwingend erforderlich. Im unbehandelten Zustand bekommt Teak allerdings nach einiger Zeit seine bekannte silbergraue Patina.

Im Vergleich zu anderen Hölzern ist der Anschaffungspreis einer Gartenbank aus Teakholz etwas höher. Der höhere Preis zahlt sich jedoch aus, weil Gartenmöbel aus Teak weniger Holzpflege und damit Zeit verlangen und dennoch eine lange Haltbarkeit haben.

Akazie

Eine Gartenbank aus Akazienholz ist extrem robust. Das Holz ist fest, aber gleichzeitig sehr biegsam. Deshalb verzieht es sich weniger. So entstehen kaum Risse in der Holzbank. Akazie ist damit sehr langlebig. Auch gegen Pilze und Insekten ist Akazienholz beständig. Unbehandelt hält das Holz bis zu 40 Jahre. Achtung: In Deutschland wird oft Robinien- als Akazienholz angeboten.

Eukalyptus

Eukalyptus gehört zu den Myrtengewächsen und ist ein sehr beliebtes Holz für Gartenmöbel. Es wird auch Blaugummibaum genannt. Es stammt aus Australien, wobei es ca. 600 Arten gibt. Mittlerweile wird es auch in der Region um das Mittelmeer kultiviert. Eukalyptus ist ein sehr schnell wachsendes Holz und wird bis zu 40 Meter hoch.

Es ist sehr hart, neigt nicht zur Rissbildung weist eine rötlich-helle bis dunkelbraune Färbung und eine interessante Maserung auf. Das Holz zeichnet sich vor allem durch seine Widerstandfähigkeit gegen Schädlinge und Witterungsbeständigkeit aus. Damit gehören Eukalyptus Gartenbänke mit zu den ‚Top Sellern‘.

Douglasie

Die Douglasie stammt ursprünglich aus Nordamerika. Heute wird die Douglasie aber auch darüber hinaus angebaut. Auch in Deutschland. Douglasienholz ist eines der festesten Nadelhölzer. Es ist sehr hart, trocken, leicht zu bearbeiten und eignet sich damit auch bestens für eine Gartenbank. Dennoch werden im Handel nur wenige Gartenbänke aus Douglasie angeboten.

Eiche

Nach wie vor ist die Eiche ein sehr rustikales Holz, mit der Eigenschaft sehr witterungsbeständig zu sein. Die Eiche wächst vorwiegend im mitteleuropäischen und nordamerikanischen Raum. Sie wird heute nahezu in allen Wohnbereichen verwendet. Im Garten sind massive Baumstambänke oder Knüppelholzbänke beliebt.

Kiefer

Ein klassisches und weit verbreitetes Holz in Europa und Nordamerika. Das Holz und Gartenmöbel aus Kiefer sind preiswert. Es kann gut verarbeitet werden. Während der Lagerung dunkel die gelbliche rötliche Farbe nach. Bleibt Kiefer unbehandelt, ist es nicht nicht gegen Witterung geschützt. Das Material nimmt dann viel Feuchtigkeit auf. In der Folge bildet sich nicht selten Fäulnis. Wir empfehlen daher beim Einsatz von Kiefer im Außenbereich unbedingt eine regelmäßige Behandlung, da Sie sonst nur kurze Freude an den Möbeln haben.

Robinie

Die Robinie wird auch falsche Akazie genannt. Das Holz hat eine lange Haltbarkeit und ist überdies sehr dekorativ. Robinienholz ist schwerer, hart und fester als Eiche. Das Holz ist besonders für witterungsbeständige Gartenbänke und sonstige Gartenmöbel geeignet. Eine Gartenbank Imprägnierung ist nicht erforderlich. Dennoch gibt es nur wenige Gartenholzbänke aus Robinie.

Lärche

Ein hauptsächlich aus Europa stammendes Weichholz, mit rotbraunem und nachdunkelnden Kern. Der Splint ist gelblich weiß. Lärche verfügt über einen hohen Harzgehalt. Fäulnisschäden wird dadurch vorgebeugt, was sich in einer hohen Lebensdauer des Materials bemerkbar macht. Durch seine Dichte, Härte, Harzgehalt ist das Holz sehr witterungsbeständig und damit gut für den Außenbereich geeignet. Eine Behandlung mit Holzpflegemitteln ist dennoch empfehlenswert. Gartenmöbeln aus Lärche sind eher selten.

Sipo

Sipo ist ein bei uns noch weitgehend unbekanntes Laubholz. Es stammt aus Afrika und dunkelt im Laufe der Zeit unter Sonnenlicht nach. Das Holz ist sehr hart, zeichnet sich aber durch eine nur geringe Festigkeit aus. Es ist als Gartenbank witterungsbeständig als auch widerstandsfähig gegen Insekten und Pilze. Damit ist es gut geeignet für witterungsbeständige Gartenbänke, jedoch gibt es bislang kaum Produkte.

Bankirai

Ein tropisches, hartes und schweres Holz. Mit einer dunkel-rötlichen Farbe und sehr belastbar. Das Holz ist sehr witterungsbeständig und beständig gegen Fäulnis. Bislang wird es jedoch kam beim Bau von Gartenmöbeln eingesetzt.

 

Fazit:
Eine Gartenbank aus Holz sollte robust und als klassisches Möbel für Garten, Terrasse und Balkon wind- und wetterfest sein. Wurden früher überwiegend europäische Hölzer wie Eiche verwendet, wird die Holz Gartenbank mit dem Anspruch auf Langlebigkeit heute überwiegend aus Eukalyptus, Akazie, Eiche und Kiefer gefertigt. All diese Holzarten sind recht gut für den Außeneinsatz geeignet. Im Grunde sind sie aber nur ein Kompromiss, denn Teakholz ist die perfekte Wahl für alle Gartenmöbel. Kein anderes Holz kann diese Qualität erreichen.

Tropische Harthölzer zu verwenden ist vor allem deshalb sinnvoll, da ihre hohe Konzentration an Ölen die Sitzbank und andere Accessoires für den Garten länger haltbar und ideal für den Außeneinsatz macht.

Sozial und ökologisch verträglich?

Die Frage nach der sozialen Verantwortung und Ökobilanz bei Auswahl der Holzart wollen wir nicht unberücksichtigt lassen.

Umweltsiegel wie FSC Siegel, Blauer Engel oder PEFC-Siegel sind einigermaßen verlässlich und kennzeichnen wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltig erzeugte Produkte des Waldes.
So auch bei Holbänken für den Garten.

Faire Gartenbänke werden im klassischen Handel üblicherweise nicht angeboten. Grund hierfür ist sicher der harte Wettbewerb zwischen den Baumärkten in Verbindung einer nur sehr geringen Nachfrage. Auch online sind entsprechende Angebote mindestens im deutschsprachigen Raum kaum (nicht) zu finden.

Fazit:
Umweltsiegel wie FSC zertifizieren einigermaßen verlässlich ökologisch nachhaltig erzeugte Produkte. Der sozial faire Aspekt bleibt jedoch bei den bekanntesten Zertifikaten unberücksichtigt.

Je nach Anforderungen und Bereitschaft zur regelmäßigen Holzpflege braucht es weitgereistes und teures Tropenholz im Garten nicht wirklich.